Südportal Alte Pfarrkirche - HGV Bürgstadt

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Südportal Alte Pfarrkirche

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Am kleinen Südportal der im Jahre 1247 erstmals erwähnten alten Pfarrkirche ist ein Relief mit einem Schriftband darunter angebracht.

Das Portal zeigt die Bürgstadter Kirchenpatronin St. Margaretha von Antiochia, die mit dem Kreuzstab in der Hand den Drachen bekämpft.

Dies hat schon Johann Sebastian Severus zwischen 1760 und 1770 bei seiner Beschreibung des Margarethen Portals der Bürgstadter Pfarrkirche bemerkt.

Die Inschrift lautet:

Anno domini 1437 summa indulgentiarum hujus ecclesia sunt 1600 dies criminalium cum 40 capitalium

Sinngemäße Übersetzung:
Im Jahre des Herrn 1437 sind als Summe der Ablässe dieser Kirche 1600 Sündentage und 40 schwere Sünden zuteil geworden.

Die Jahreszahl der Inschrift bezieht sich allerdings nicht auf die Bauzeit der Kirche, sondern auf eine Ablaßverleihung.

Das in die rechte Portallaibung eingemeißelte Steinmetzzeichen kommt auch an dem kleinen gotischen Fenster vor, das im Jahre 1607 beim Anbau des Seitenschiffes von der niedergelegten Kirchenwand übernommen wurde und an den gotischen Fensterchen des Treppengiebelgebäudes der ehemaligen Domkellerei in Miltenberg, das an seiner Rückseite die Jahreszahl 1489 trägt.

Dass das Portal fast gleichzeitig mit dem Portal der Martinskapelle geschaffen wurde, zeigt auch das Wappen an der rechten Innenseite der Laibung.
Es handelt sich um das Wappen des Walther Krag aus Koblenz, der bereits 1452 als Stiftsherr von Mariagreden in Mainz und daneben auch am 18.1.1483 als Pfarrherr zu Miltenberg, d.h. Oberpfarrer von Bürgstadt, genannt wird.

Letzte Änderung: 02.11.2017
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