Getreideernte - HGV Bürgstadt

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Getreideernte

Geschichtliches > Dreschen in Bürgstadt

Anbauflächen vor dem 1. u. dem 2. Weltkrieg.

Der Getreideanbau in Bürgstadt war schon immer von großer Bedeutung. Im Jahr 1913 betrug die Anbaufläche für Getreide in Bürgstadt 251 ha. Auf 48,5 ha wurde Weinbau betrieben, der Kartoffelanbau erfolgte auf 89 ha. Im Jahre 1935 hatte sich diese Verteilung stark verschoben.

Der Getreideanbau  verringerte sich auf 173 ha, wogegen der Kartoffelanbau auf 126 ha anstieg. Auch die Weinbaufläche erhöhte sich auf 55 ha. Bis zum Jahre 1940 änderte sich dies noch ein mal. Der Getreideanbau sank auf 137 ha, die Weinberge gingen auf 40 ha zurück. Dagegen erhöhte sich der Kartoffelanbau auf 264 ha.


Der Anteil der Getreidesorten betrug:

ha

1913

1935

1940

Weizen

43

45

31

Roggen

105

83

73

Gerste

8

10

14

Hafer

95

35

19

Gesamt

251

173

137

Daraus ist zu erkennen, dass vor allem der Anbau von Hafer, der im Jahre 1913 noch 95 ha betrug, auf zuletzt 19 ha in 1940 schrumpfte. Aber auch die anderen Anbauflächen für Getreide gingen in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg zurück.

Getreideernte und Dreschen im 19. Jahrhundert.

Vor 1900 wurde die Getreideernte oft noch mit Sichel oder einem "Reff" (Sense mit Rundbogen) vorgenommen. Nach dem Abmähen wurde das Getreide zu Garben (Bündel) mittels selbstgedrehten Strohseilen zusammengebunden. Bei kurzem Getreide (z.B. Gerste) wurden meistens Stricke aus Hanf benutzt. Dann stellte man 3 Garben zusammen und bis zu 20 Garben darum herum.  Wenn das Getreide trocken war, wurde es auf Leiterwagen zum Dreschplatz oder in die Scheunen gefahren, um dort mit Dreschflegeln die Körner aus den Ähren zu schlagen. Mit der Einführung des Gras- bzw. Getreidemähers wurde die  Arbeit wesentlich erleichtert.

Letzte Änderung: 17.07.2017
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