Vorwort - HGV Bürgstadt

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Geschichtliches > Bildstöcke und Denkmäler

Vorwort

Wegekreuze und Bildstöcke gehören zum Erscheinungsbild unserer Region. Sie zeugen von der Frömmigkeit und Kunstfertigkeit vergangener Generationen. Gleichzeitig sind sie Zeichen des Glaubens für uns Christen heute. Bildstöcke und Wegekreuze – an Straßen, Feldwegen – geben Zeugnis vom christlichen Glauben der Bevölkerung. Gerade in Franken sind diese oft anzutreffen. Früher stellten die Bildstöcke ein Zeugnis für die persönliche Frömmigkeit der Erbauer dar. Als Zeichen der Dankbarkeit oder als Einlösen eines Gelübdes waren sie und sind es bis heutedes Glaubens.
Gründe für die Errichtung eines Bildstocks waren meistens- zum Gedächtnis an bestimmte Ereignisse (Unglücksfälle)-  Anrufungen und damit verbunden Gelöbnisse-  aus tiefverwurzelter Frömmigkeit zum Lob und Preis  Gottes und der Heiligen.-  aus Dank an überstandene Krankheiten und Schicksaleoft waren die Stifter namenlos und nicht mehr feststellbar. Meistens hängen an alten Bildstöcken Lebensgeschichten. In der zweiten Hälfte des 20. Jh. waren viele dieser religiösen Denkmäler stark verfallen und wurden buchstäblich in letzter Minute restauriert und vor der endgültigen Zerstörung gerettet.

Heute stellen Bildstöcke und Wegkreuze vor allem ein bewußtes Glaubenszeugnis nach außen dar. Auch heute noch kennt man viele Beispiele von Bildstöcken und Wegkreuzen, die "liebevoll von ihren Eigentümern, von Nachbarschaften oder auch Vereinen gepflegt werden". Frische Blumen, Kerzen und Grünanlagen sind ein Indiz gelebten Glaubens.
In Bürgstadt gibt es viele Bildstöcke und Denkmäler.
Bisher wurden diese jedoch noch nicht zusammenhängend erfaßt und dokumentiert.

Im März 1881 wurde mit Rundschreiben des Kgl. Bezirksamtes verfügt, daß Listen für die Erhaltung der Kunstdenkmäler und Alterthümer zu erstellen seien.  Ob dies erschöpfend erledigt wurde, ist nicht bekannt. Erstmals hat sich im Jahr 1959 Rektor Alois Ullrich mit der Erfassung auf Wunsch der Gemeinde und des Bürgermeisters mit diesem Thema befaßt.
Die 7. und 8. Klasse der Volksschule hat die meisten historischen Bildstöcke und Denkmäler beschrieben, wobei jeder Schüler einen anderen Bildstock zugewiesen bekam. Ob diese Aussagen immer der historischen Tatsache entsprechen, kann bezweifelt werden. Immerhin liegt uns von dieser Arbeit eine Ausarbeitung vor, die dem damaligen Kenntnisstand in der Bevölkerung entsprach. Im Jahre 1969 wurde dann wiederum von der Volksschule Bürgstadt unter Rektor Endres eine Erfassung durchgeführt, die etwas genauer und ausführlicher erstellt wurde. Es wurden meistens die Maße und die Beschaffenheit der Denkmäler dokumentiert.

Verschiedene Denkmäler wurden auch in schriftlichen Arbeiten und Büchern publiziert. Große Verdienste hat sich Dekan Norbert Schmitt+ erworben, der zu vielen Bildstöcken und Denkmälern Unterlagen verfaßt hat und seine Erkenntnisse in den bisher publizierten Büchern des Heimat- u. Geschichtsvereins Bürgstadt und auch in der Presse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat.

Besonderen Dank Herrn Ivo Helmstetter+, Herrn Dr. Wolfgang Meister und Herrn Franz Umscheid, die mir bei der Dokumentierung behilflich waren.

Bürgstadt, im Januar 2010
Thomas Hofmann


Letzte Änderung: 06.09.2017
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