Einführung Sandsteinabteilung - HGV Bürgstadt

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Einführung Sandsteinabteilung

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Die Rot- oder Buntsandsteinvorkommen  am Main wurden bereits in vorgeschichtlicher Zeit genutzt. Seit der römischen Zeit war der Buntsandstein dann wertvoller Rohstoff einer bedeutenden Steinindustrie am Main, die im Mittelalter zu neuer Blüte kam.
 
Im Mittelalter sind neben dem Steinbruchmaterial diese Findlinge und Steine aus den Block- und Felsenmeeren ebenfalls noch bearbeitet worden. Als Zeugnisse dieser Bearbeitung sind am Bullauer Berg die ursprünglich 14 Heunesäulen und am Bürgstadter Berg die 2 Heunefässer und 3 Sarkophage erhalten geblieben. Die Heunesäulen waren wohl um 1000 für den Mainzer Dombau bestimmt, während Steinsarkophage um 1100 rheinabwärts bis Jütland geliefert wurden. In den folgenden Jahrhunderten werden immer wieder Steinbrüche erwähnt, in denen der so genannte Miltenberger Sandstein im Bereich des Hauptbuntsandsteinlagers von den Steingrüblern gegraben und gebrochen wurde. Großabnehmer waren im 15. Jahrhundert der Frankfurter Dombau und zu Beginn des 17. Jahrhunderts der Neubau des Aschaffenburger Schlosses.

 
Nachdem bereits 1826 von Stefan Meisenzahl in Bürgstadt im Rothen Rain ein Steinbruch angelegt wurde, begann seit etwa 1850 mit der Erschließung der Sandsteinbrüche am rechten Mainufer. Die ersten großen Steinbrüche in der Mainhölle (auch Mainhelle genannt) eröffneten 1838 und 1845 die Miltenberger Bürger Matthes Ott und Johann Mittnacht. Miltenberger Sandstein war europaweit gefragt, sodass neben den örtlichen Steinbruchbesitzern bald auch Großunternehmen aus benachbarten Orten Steinbrüche und Steinhauerwerkplätze in Bürgstadt pachteten.
Letzte Änderung: 14.07.2019
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