Leichenhaus - HGV Bürgstadt

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Leichenhaus

Geschichtliches > Friedhof Bürgstadt

Der Bau des Leichenhauses wurde ebenfalls 1934 begonnen.

Diverse Rechnungen über den Bau der Leichenhalle liegen im Archiv der Gemeinde Bürgstadt. Die Maurerarbeiten führten die beiden Betriebe Emil Kirchgessner und Ludwig Winter gemeinsam aus. Anscheinend konnten sich beide bei der Abrechnung nicht einigen. Schließlich wurde eine Vereinbarung über den erzielten Gewinn am 10.3.1936 getroffen, wonach der Gewinn von 407 Mark nach dem Verhältnis der geleisteten Arbeitsstunden aufgeteilt wurde.

Belege für eine Einweihung des Leichenhauses liessen sich nicht finden. Es kann jedoch anhand der vorhandenen Rechnungen angenommen werden, daß das Leichenhaus im Jahre 1935 fertiggestellt wurde.

Die Nutzung dieses Leichenhauses war allerdings bis ca. 1960 untergeordnet.
Bis dahin wurden nämlich in aller Regel die Verstorbenen im Hause aufgebahrt. Bei der Beerdigung wurde der Sarg dann vor dem Hause aufgestellt. Die Trauergemeinde kam dann am Wohnhaus des Verstorbenen zusammen. Der Pfarrer sprach die Aussegnungsgebete. Dann wurden in einer Prozession die Verstorbenen im Leichenwagen zum Friedhof gefahren wo dann die Beerdigung erfolgte.

Beerdigung von Erhard Motzel. Erhard Motzel wurde am  28.2.1932 in Bürgstadt geboren. Er verstarb am 8.5.1942 um 15:30 Uhr in Bürgstadt. Die Beerdigung fand am Montag, den 11.5.1942 um 08:30 Uhr ab dem Elternhaus in der Mühlgasse 159 (heute Hauptstr. 36) statt.

Bild von einer Beerdigung in der Krummgasse.
So wurde der Sarg vor dem Haus aufgestellt, bis er mit dem Leichenwagen nach der Aussegnung in einer Prozession zum Friedhof zur Beerdigung gebracht wurde.

Friedhof mit den damals typischen weißen Holzkreuzen in den 60-er Jahren


Erst ab 1960, nach der Einweihung der neuen Pfarrkirche, wurde das Leichenhaus für die Beerdigungen konsequent genutzt, da damals auch der Leichenwagen stillgelegt wurde.

Am 18.9.1978 wurde vom Gemeinderat beschlossen, den Platz vor dem Leichenhaus zu sanieren und mit Sandsteinplatten neu zu gestalten. Bei dieser Überlegung sollte die billigste Lösung gewählt werden, im Hinblick auf den späteren Leichenhausumbau .

Im November 1989 wurde beschlossen, die Grabreihen an verschiedenen Hauptwegen zu ordnen, indem die Gräber zum Weg umgedreht werden. Weiter wurde beschlossen, im unteren Friedhof, den Friedhofseingang, insbesonders der Eingang zum Weg Glockenturm/Neue Kirche neu zu gestalten.

Zusätzliche Anschaffungen

Im Jahre 1971 wurde vom Gemeinderat beschlossen, einen Sargtransportwagen anzuschaffen, mit dem die Särge bei der Beerdigung vom Leichenhaus zum Grab befördert werden.
Diesen lieferte dann die Firma Funeralia in Würzburg-Versbach für 1690 DM.

Um bei der heissen Jahreszeit keine Probleme mit der Aufbahrung der Leichen zu bekommen, beschloß der Gemeinderat am 2. Juni 1981 die Anschaffung eines Kühlkatafalks. Dieser wurde dann von der Firma Hopf, Bestattungszubehör in Reilingen zum Preis von DM 10.410,76 geliefert.


Aussegnungshalle von innen mit dem 1981 angeschafften Kühlkatafalk.                                                  Sterbefall Anna Reinfurt im Jahre 2001.

In der alten Aussegnungshalle wurde Frau Elisabeth Bronnbauer am Samstag, den 30.10.2004 zuletzt ausgesegnet und dann beerdigt.

Letzte Änderung: 17.07.2017
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